MATTO

MATTO, bürgerlich Mattia Domeniconi, wurde 1988 in Valencia (ESP) geboren und wuchs in Herblingen/Schaffhausen auf. Seine erste Begegnung mit Hip-Hop hatte er Anfang der 2000er-Jahre, als sein jüngerer Bruder CDs aus der Schule mit nach Hause brachte. Darauf waren Namen wie Tupac, The Notorious B.I.G., Wu-Tang Clan und Snoop Dogg zu hören – der Grundstein für eine Leidenschaft, die ihn bis heute begleitet.

2003 besuchte der damals 15-Jährige eher zufällig sein erstes Hip-Hop-Konzert. Auf der Bühne stand Busta Rhymes. Die Energie des Konzerts hinterliess bleibenden Eindruck. Noch in derselben Woche begann MATTO, eigene Texte zu schreiben und erste Graffiti-Skizzen anzufertigen. Während ihn die verschiedenen Elemente der Hip-Hop-Kultur faszinierten, entwickelte sich Rap schnell zu seinem wichtigsten Ausdrucksmittel.

Seine ersten musikalischen Schritte machte er mit der Schaffhauser Crew JMNC. Die 2003 gegründete Formation bestand aus sieben Mitgliedern und verband verschiedene Sprachen und Stile – von Englisch und Französisch über Spanisch bis hin zur Mundart. Gemeinsam standen sie auf zahlreichen Bühnen und traten unter anderem in der Kammgarn als Vorgruppe von Acts wie M.O.P., GZA, The Beatnuts und Megaloh auf.

2019 veröffentlichte MATTO, damals noch unter dem Namen JMNC Dome, das Doppelalbum «Audiopsie» auf Vinyl. Darauf folgte gemeinsam mit JMNC das Album «Echo», das bis heute das letzte gemeinsame Release der Crew darstellt. Die ehemaligen Mitglieder gingen anschliessend unterschiedliche Wege und sind heute unter anderem in der Selbstständigkeit, im Berufsleben oder in der Schaffhauser Kulturszene aktiv.

2021 begann für MATTO ein neues Kapitel. Unter seinem heutigen Künstlernamen – dem italienischen Wort für «verrückt» – veröffentlichte er die Platte «Ventil». Während eines Klinikaufenthalts entstanden Songs, in denen er sich mit seinen Psychosen auseinandersetzt und persönliche Erfahrungen musikalisch verarbeitet. Das Album sorgte für Aufmerksamkeit und wurde unter anderem in der «Schaffhauser Arbeiterzeitung» thematisiert.

2022 erschien mit «It Was All a Dream» das nächste Album. Darauf war mit SCHMOOF eine weitere markante Stimme aus Schaffhausen zu hören. Der gemeinsame Track «Synergie» war der Ausgangspunkt für eine weiterführende Zusammenarbeit. Aus dem musikalischen Austausch entstand schliesslich das gemeinsame Album «MARKO/MIKRO».

2025 meldete sich MATTO mit weiteren Singles wie «SOS» und «JMNC» zurück. Dazu entstanden zwei Videos in Zusammenarbeit mit Grenzstyle.

Was als Jugendlicher mit ein paar CDs, ersten Texten und Graffiti-Skizzen begann, ist längst zu einem festen Bestandteil seines Lebens geworden. Und wer MATTO kennt, weiss: Das letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen.

 

Presse

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